Soul Eater Fanfiction basierend auf dem Anime
Kurzbeschreibung:
Einige Jahre nachdem der Kishin besiegt wurde, verwand Maka spurlos. Soul, der lange nicht wahr haben wollte, sie nie wieder zu sehen ist mit einer neuen Waffenmeisterin, Nira wieder auf der Jagt nach Kishineiern, als er eines heißen Sommertages auf eine völlig neue Maka trifft.
Kapitel 1
Taumeln
Die Hitze machte Maka so sehr zu schaffen, dass ihr richtig schlecht davon wurde. Um gegen das flaue Gefühl in ihrem Magen anzukommen hatte sie auf einer Parkbank direkt neben einem kleinem Brunnen platz genommen.
Sie blickte hinüber zu der seltsamen Skulptur, die in alle vier Himmelsrichtungen Wasser spuckte, welches in dem großen Becken aufgefangen und wieder hoch gepumpt wurde.
Es sollte wohl eine vergangene Berühmtheit darstellen, die mit dem Schwert neue fremde Länder erobert hatte. Leider war der hellgraue Stein schon sehr verwittert. Die Details konnte man kaum noch erkennen, ebenso wenig einen Gesichtsausdruck oder sonst irgend einen Hinweis auf die Person die es darstellen sollte.
Maka dachte einen Moment daran, aufzustehen und an der Steintafel nachlesen, um wem es sich hier handelte, aber dazu hatte sie weder Lust noch Kraft.
Im Augenblick reichte es ihr wenn sie mit einem Tuch ihre schweißnasse Stirn abwischen konnte, und der angenehme Duft ihres Deos noch das übelste vermied.
Seufzend lehnte sie sich nach hinten und schloss die Augen. Gleichzeitig öffnete sie noch einen Knopf ihres weißen Hemdes, in der Hoffnung es würde etwas nützen.
Die Vögel und Grillen erzeugten einen Höllenlärm. Anscheinend wurden sie immer lauter, je mehr man versuchte sich zu entspannen.
Auch wenn Maka den Park sehr mochte, so war sie nicht wirklich angetan von all dem Tumult den die Natur heute verursachte.
Sie holte mit der linken Hand einen kleinen weißen Mp3 Player aus ihrer ebenfalls weißen langen Jean und drückte auf Play.
Ein angenehm Rhythmischer Jazz vertrieb nun den unerwünschten Lärm aus ihren Ohren. Maka liebte Jazz, diese Musik schien sie immer an etwas zu erinnern wollen. Sie konnte selbst nicht genau sagen was es war, aber immer wenn sie besonders dieses eine Lied hörte, so fühlte sie sich sicher und geborgen.
Vielleicht hatte sie als kleines Baby bei ihrer Mutter solche Musik gehört, da wäre es nur logisch wenn sie das mit Gefühlen wie Liebe verbinden würde.
Sie rutschte noch einmal ein wenig hin und her, bevor sie sich ihrem kleinen fünf Minuten Schläfchen hingab.
Das Vorstellungsgespräch bei der Softwarefirma war gut gelaufen, mit etwas Glück könnte sie vielleicht wirklich ihren Traumberuf antreten.
Schon mit 19 voll im Berufsleben stehen um endlich ein sicheres Einkommen zu haben, genau das war ihr Plan.
Deshalb trug sie auch ein Hemd und die lange Jeans bei dieser Affenhitze. Ihr war klar dass der Haarschnitt, wie sie ihn schon seit etwa einem Jahr hatte nicht unbedingt förderlich für ein Vorstellungsgespräch war, aber das war egal.
Während ihre goldbraunen Haare von der linken Seite und vom Scheitel aus bis knapp unter ihre Schulter hingen, hatte Maka sie an der rechten Seite über dem Ohr zu feinen Streifen abrasiert.
Würde sie jemanden am Telefon erzählen wie ihre Haare aussahen, würde jeder das Bild von einem durchgedrehten Punk im Kopf haben, aber in Wirklichkeit sah sie sehr stylisch und gepflegt aus.
Weil es zwar ungewöhnlich, aber durchaus hübsch war, hatte der Personalleiter, bei dem sie sich vorstellen war, auch nichts negatives zu ihren Haaren gesagt.
Ein dumpfer langer Schrei durchdrang die Melodie in ihrem Kopf. Die Kopfhörer wirkten wie ein Gehörschutz, aber sie konnte dennoch wahrnehmen, dass etwas passiert war.
Maka lehnte sich wieder nach vorne und öffnete die Augen, als etwas Riesiges metallenes auf sie zuraste.
Reflexartig duckte sie sich unter dem großen quadratischen Ding weg, welches über ihrem Kopf hinweg flog.
“Aufpassen! Wenn hier jemand zerquetscht wird, dann wäre das überhaupt nicht cool.”, sagte jemand seltsam gelassen.
Maka schaute dem Ding nach, das sie fast erschlagen hätte. Es war ein riesiger Hammer, viel zu groß für einen Menschen. Der Besitzer dieser Waffe war etwas, das sie noch nie zuvor gesehen hatte.
Er, oder besser es war so groß wie einer dieser Golems, die die Enchanter erschufen. Nur sah er wesentlich bedrohlicher und agiler aus.
Der massige Körper war mit einer Haut aus Stein überzogen die ihn wohl vor allem schützen würde.
Konnte es wirklich eine dieser Ausgeburten sein, die der Kishin hinterlassen hatte?
Er holte wieder zum Schlag aus, dieses mal zielte er genauer und schlug von Oben nach Unten los.
Maka schrie einfach nur als der schwarze Hammer alle Lichter verdunkelte.
Man sagt ja, dass einem das gesamte Leben wie ein Film vor Augen erscheint kurz bevor man stirbt. Maka spürte jedoch nur die blanke Angst vor dem Schmerz den sie gleich erleiden musste. Auch wenn der schwere Hammer sie schnell erdrücken würde, hätte sie sich schönere Arten zu sterben vorstellen können.
Jemand oder etwas tauchte plötzlich neben ihr auf, jedenfalls war die Präsenz einer sehr mächtigen Person auf einmal da.
Es knallte laut, gefolgt von einem widerlichen metallischen Knirschen. Der erwartete Aufschlag blieb aus, aber Maka traute sich immer noch nicht ihre Augen zu öffnen.
“Verdammt. Es wäre wirklich nicht cool wenn noch jemand verletzt wird, das würde uns nur Ärger einbringen.”, sprach eine männliche Stimme direkt neben ihr.
Der Anstrengung seiner Tonlage nach zu urteilen, war er momentan in einer sehr kritischen Lage. Erschrocken riss sie nun endlich ihre Augen auf, darauf gefasst wieder dem Tod ins Auge zu blicken. Die Sonne war noch immer verdunkelt, denn der schwarze Hammer schwebte direkt über ihr.
Alles was ihn von ihr trennte war dieser junge Mann, der ihn mit seinem ausgestreckten Arm zurück hielt.
Das laute quietschen der aneinander reibenden Kräfte wurde immer lauter, je mehr sich der Golem auf den Beschützer lehnte.
Das seltsame an dem Mann waren nicht nur seine spitzen Zähne, sondern auch die Tatsache, dass sein rechter Arm eine lange Klinge mit rot schwarzem Muster war.
“Na los, beweg dich endlich! Du stehst nur im Weg!”, rief er Maka zu. Diesen Befehl musste er nicht zweimal aussprechen.
So schnell sie konnte stürzte sie davon, nur um vor lauter Hast ein paar Meter weiter wieder zu fallen.
Ihr Körper war so ausgelaugt von der Hitze, dass er sich einfach nicht bewegen ließ.
Nicht einmal das Adrenalin in ihren Adern konnte sie noch zum weiterlaufen bringen. Alles was ihr noch blieb war erbärmlich zitternd auf dem Boden zu liegen.
Der Mann mit dem Klingenarm sprang zur Seite und ließ den Golem mit dem Hammer die Parkbank zertrümmern, auf der Maka eben noch gesessen hatte.
Sie drehte sich schnell um und beobachtete weiterhin den Mann. Er legte alles daran um einen gelassenen Eindruck zu machen.
Sein Blick war kühl, die spitzen Zähne gefletscht, alles deutete darauf hin, dass er etwas war, mit dem kein normaler Mensch etwas zu tun haben wollte.
Weißes Haar, rote Augen und ein Lederjacken Outfit, irgendwie kam Maka das bekannt vor.
Der Golem starrte eine Sekunde lang den Schaden an, den er eben angerichtet hatte. Beinahe betrübt brummte er etwas in sich hinein, dann wandte er sich langsam seinem Widersacher zu.
Dieser war jedoch nicht länger alleine.
Neben ihm war eine junge Frau wie aus dem Nichts aufgetaucht. Sie baute sich breitbeinig vor dem Golem auf und grinste.
“Hey du riesen Klotz! Deine Seele ist nicht, also wie soll ich sagen, sie ist irgendwie verkommen, also werde ich sie dir rausreißen damit mein Partner Soul sie dann fressen kann. Ist das okay?”
Der Mann mit dem Klingenarm lachte und korrigierte sie: “Nira, Shinigami-sama hat dir doch schon hundert mal erklärt wie man das richtig sagt.”
“Ja irgendwas mit, Im Namen von Shinigami-sama, reinige und befreie diese Seele”, sie fuchtelte mit den Armen herum als ob sie irgend eine inbrünstige Rolle bei einer Oper spielen müsste.
Er lachte kurz, dann setzte er wieder sein ernstes Gesicht auf. “Aber du weißt doch, so wie der hier kein Mensch mehr ist, bin ich eine Waffe. Alles was zählt ist die Seele.”
Mit diesen Worten begann sein gesamter Körper zu leuchten, und seine Form zu verändern. Der Golem beobachtete unbeeindruckt das Schauspiel.
Wenn sie sich das so ansah, war es kaum zu glauben, dass dieses Ungetüm je ein Mensch gewesen sein sollte. Kaum vorstellbar wie viele Seelen er schon gefressen haben muss, um diese Größe zu erreichen.
Der weißhaarige Mann verwandelte sich spektakulär in eine Sense, die das Mädchen geschickt auffing und sie dann nach ein paar eindrucksvollen Drehungen lässig über die Schulter zu legte.
Diese Geräusche die es machte, wenn die Sense durch die Luft sauste lösten etwas in Maka aus, das ähnlich wie die Jazz Musik war. Etwas, das einfach da war, ohne dass sie genau wusste, woher es kam.
Jetzt war ihr wenigstens klar woran sie hier geraten war.
Bei diesem schrägen Pärchen handelte es sich um eine Waffe und seinen Meister. Sie waren dem berühmten Shinigami unterstellt, der die Welt vor bösen Mächten beschützen wollte.
Die Meisterin war ein bloß ein Mädchen, gerade mal etwa 18 Jahre alt, aber sie schien hier genau zu wissen, was sie zu tun hatte.
Dem Golem wurde langweilig, also griff er polternd an.
“Los geht´s Soul!”, sagte Nira.
“Ja”
Sie lief dem Golem entgegen, wich seinem Schlag aus und stand nun neben ihm. “Du bist viel zu langsam, das ist doch langweilig”, murmelte sie.
Jetzt war die Gelegenheit da einen Treffer zu landen, aber sie reagierte nicht. Nira ließ Soul einfach lässig auf ihrer Schulter ruhen und schaute zu wie ihr Gegner erneut zuschlug.
Schnell wie eine Katze sprang sie hoch.
Maka stockte der Atem, denn Nira war nun direkt in Reichweite des Hammers. War sie wirklich so unvorsichtig?
Vor Schreck kniff Maka wieder kurz die Augen zusammen, um nicht sehen zu müssen wie das Mädchen verletzt würde.
Statt eines Schreies hörte sie jedoch wieder einen abfälligen Kommentar.
“Wir sind den langen Weg hier her gekommen, nur wegen so einem kleinen Fisch wie dir? Das ist so öde dass ich den Kampf wahrscheinlich nicht einmal in mein Tagebuch eintragen werde.”
Unglaublich, dachte Maka. Nira stand auf dem Hammer.
Einige Menschen waren bereits aufgetaucht, die ebenfalls gespannt den sogenannten Kampf verfolgten. Jeder hier wusste, dass es eine Meisterin aus Shibusen war.
Dabei entsprach Niras Erscheinungsbild überhaupt nicht der Vorstellung die jeder von einem dieser Waffenmeister hatte.
Sie war kleiner als Maka und äußerst zierlich. Die Kleidung die sie an hatte war auch als durchschnittlich zu bezeichnen, nur dass sie eigentlich jeden Moment einen Hitzeschlag bekommen müsste.
In der weiten, weißgelben Hose, dem blau weiß gestreiften T Shirt und der hellblauen Weste müsste es sich doch unmöglich aushalten lassen.
Anscheinend schien ihr die Temperatur kaum etwas anzuhaben. Ihre violetten kurzen Haare sahen nicht verschwitzt aus, und ihre Haut schien vollkommen trocken zu sein.
Einfach unglaublich, dachte Maka immer wieder.
Der Golem wurde wütend und versuchte sie mit seiner zweiten Hand von seiner Waffe zu fischen.
Nira sprang hoch, stieg auf seinen Kopf und ließ sich mit einem eleganten Salto hinter seinen Rücken wieder auf den Boden hinab fallen.
“Beenden wir das jetzt?”
“Ja”, antwortete Soul, dessen Stimme einen metallischen Klang hatte.
Während der Golem einen verärgerten Ruf ausstieß und mit seinem Hammer eine weitere Parkbank die vor ihm war zertrümmerte, hielt Nira die Sense zum Angriff bereit.
“Seelenresonanz!”, rief sie laut.
Maka schützte reflexartig ihre Augen vor dem hellen blauen Licht, das Nira und Soul ausstrahlten.
Die Beiden stießen einen langen aufbrausenden Schrei aus, mit dem sie ihre Attacke einleiteten.
“Die traditionelle Sensenkämpfer Superfertigkeit!”
Die Klinge der Sense wurde um ein vielfaches größer. Sie strahlte so viel Kraft aus, dass Maka die Druckwelle am gesamten Körper spürte.
“Hexenjagt!”
Nira schlug zu und spaltete ihren Gegner mit Leichtigkeit. Die Haut aus Stein war überhaupt kein Hindernis für diese gewaltige Energie die sie da abfeuerte.
Leider hatte sich Nira ein wenig übernommen und ließ einen Großteil der Kraft wieder in die Erde rasen.
Es krachte laut und Staub wirbelte auf.
Makas Sinne, sowie die der Zuschauer wurden alle betäubt. Nur benommen konnte sie sehen, wie die Sense dampfend in ihre alte Form zurück kehrte, und schließlich wieder zu einem Menschen wurde.
Der Golem war vernichtet, und nicht nur das, dort wo er gestanden hatte, befand sich nun ein riesiges Loch mit einem Durchmesser von etwa fünf Metern.
“Nira bist du verrückt? Du sollst es nicht immer wieder übertreiben!”, begann Soul wütend auf sie einzureden.
Sie ließ sich davon nicht beeindrucken und winkte ihn ab wie ein lästiges Insekt.
“Das waren doch nur zwanzig Prozent von der Kraft die wir zusammen haben. Woher sollte ich wissen wie butterweich dieser Klotz da ist.”
Soul grinste plötzlich. Er schien ihre Kommentare äußerst amüsant zu finden. “Naja, bei all den Zuschauern war es immerhin eine coole Aktion”
Er ließ seinen Blick schweifen, bis er Maka zufällig direkt in die Augen sah.
Sie schauten einander eine Weile an.
“Ja das gibt’s doch nicht. Ist das nicht?”, sagte er langsam.
“Hm? Was ist?”, fragte Nira nach, die schon ihr Handy in der Hand hielt und irgend etwas tippte.
Maka wusste nicht warum er sie so verwundert angaffte. Auch wenn er ihr das Leben gerettet hatte, so brauchte er sich keine Hoffnungen auf irgend etwas machen.
Auch wenn er wie ein interessanter Kerl wirkte, so war für sie klar, dass sie mit Waffen und deren Meinstern nichts zu tun haben wollte, das hatte sie noch nie.
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Soul Eater ----- Nemesis
#2
Geschrieben 07 June 2011 - 18:16
weitere Kapitel meiner Fanfiction findet ihr auf meiner Webseite: http://www.damarius.at.gg/
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