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Philosophieren über das Leben


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20 replies to this topic

#1 Luna_Katze

Luna_Katze

    Digi Ritter

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Geschrieben 7. November 2016 - 09:49

Hallo Leute,

ich weiß, das Thema ist sehr allgemein gehalten, aber manchmal überkommt es mich und ich möchte meine Gedanken einfach niederschreiben. Vielleicht möchte ja jemand mit mir gemeinsam über Dinge die einen beschäftigen philosophieren.

Philosophieren bedeutet für mich, den Gedanken einfach freien Lauf lassen, ohne irgendwelche bösen Hintergedanken und ohne andere dabei Beleidigen oder Diffamieren zu wollen. Also Gedanken zu äußern, ohne dabei den Anspruch zu haben die "Wahrheit" zu sagen, oder eine "richtige" Meinung zu vertreten. Ruhig auch mal heikle Themen anzusprechen.

Viele können sich darunter vermutlich noch nichts vorstellen, aber ihr werdet mit der Zeit schon sehen was ich meine.

Dieser Beitrag wurde von Luna_Katze bearbeitet: 7. November 2016 - 09:49


#2 Luna_Katze

Luna_Katze

    Digi Ritter

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Geschrieben 7. November 2016 - 10:06

Ich fang mal mit einem Thema an:

Gestern hab ich mir den Film "Der Butler" im Fernsehen angeschaut (ja, es gibt noch Menschen die traditionelles Fernsehen schauen und nicht nur Netflix)

Jedenfalls basiert der Film ja auf einer wahren Begebenheit und ich fand es schon erstaunlich, wie rasant sich das Weltbild innerhalb von rund 60 Jahren entwickelt hat. 1938 wurden Menschen mit dunkler bis schwarzer Hautfarbe in den USA noch als Sklaven gehalten, hatten keine Rechte, wurden ohne Sanktionen zu befürchten erschossen und 2008, also 70 Jahre später hatte die USA einen dunkelhäutigen Präsidenten. Jetzt sagen viele sicher "hat viel zu lange gedauert" und damit haben diese Leute auch recht, aber dann als in diese Thematik endlich Bewegung hinein kam (eben in 20. Jahrhundert), ging es erfreulicherweise doch sehr sehr schnell.

So schnell sogar, dass die USA zuerst einen dunkelhäutigen Mann als Präsidenten hatte bevor die erste Frau Präsidentin wurde (denn die erste könnte ja Clinton werden)

Mich persönlich überrascht das, denn Frauenrechte wurden doch eine deutliche Spur früher verwirklicht als Rechte für Menschen mit schwarzer Hautfarbe.

Ich bin schon echt gespannt welche gesellschaftlichen Entwicklungen uns künftig erwarten. Ich glaube das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. In weiteren 70 Jahren sind vielleicht bereits Dinge gesellschaftlich selbstverständlich die heute noch für unmöglich gehalten werden.

Dieser Beitrag wurde von Luna_Katze bearbeitet: 7. November 2016 - 10:09


#3 Jororo

Jororo

    Pokémon Trainer

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Geschrieben 7. November 2016 - 19:07

Erst mal: klasse Thema! Ich philosophiere eigentlich auch furchtbar gerne aber behalte meine Gedanken dann meistens für mich deshalb find ich die Idee toll.

 

Um auf den Beitrag zu kommen: leider seh ich die Lage etwas negativer. Es gibt zwar heute keine Sklaven mehr in den USA aber man könnte behaupten, dass das aktuelle Gefängnissystem dort dem sehr nahe kommt. Auch die Gleichstellung der dunkelhäutigen Menschen ist dort vielerorts nur auf dem Papier passiert. Das sieht man gerade an der extremen und beinahe unglaublichen Polizeigewalt die gegen genau diese Bevölkerungsschicht gerichtet immer wieder die Weltnachrichten erschüttert (Stichwort Black Lives Matter).

 

Aber auch andere Minderheiten haben es in Teilen der USA immer noch schwer, so z.B. die LGBT-community. Zwar gibt es auch hier immer wieder Fortschritte zu vermelden wie die Freigabe der gleichgeschlechtlichen Ehe in allen Bundesstaaten dieses Jahr, allerdings passieren dort immer noch Dinge wie der Anschlag in Orlando die einen einfach ohne Worte zurücklassen.

 

Generell würde ich sagen gilt für die Staaten, sollte die morgige Wahl zugunsten Trumps ausgehen sieht es für diese Gruppen besonders schlecht aus. Er hat ja schon in seinem Wahlkampf mit diversen Anfeindungen klargemacht, dass er der Gleichberechtigung den Kampf ansagen wird. Ich drücke also die Daumen dafür, dass morgen kein Unglück passiert!

 

Auf globalem Level sieht die Sache auch nicht unbedingt besser aus, überall Nationalisten und Populisten am Werk (sogar bei uns!!!), die Menschen werden gegeneinander aufgestachelt und rückständige Weltansichten sind wieder auf dem Vormarsch. Gar nicht auszudenken wo das noch enden wird... Es bleibt zu hoffen, dass die Vernunft siegen wird.



#4 Edo

Edo

    Sailor Krieger

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Geschrieben 7. November 2016 - 21:28

Es war klar das früher oder später wieder stärkere Rechtsbewegungen in der Politik passieren würden. Wenn man sich die Geschichte ansieht erkennt man ganz klar immer wieder die Pendelbewegungen der Politik und des Volksgeistes. 

 

Die USA haben nicht nur das Problem der Gleichstellung zwischen den verschiedenen Menschen sondern auch vor allem eine gerechte Bildung von Gesellschaftsschichten. Die Verteilung des Vermögens ist schon obszön verzerrt ihr Rechtssystem verkauft es werden Deals mit den Gefängnissen gemacht damit diese auch immer gut gefüllt sind. Das schlimmste ist ja fast das die Menschen dort sich gegen jede soziale Regung im System auflehnen und Lobbyisten Sturm laufen gegen jedes andere System das den normalen Bürger nicht bis zum letzten Blutstropfen ausquetscht. 

 

Ich muss persönlich sagen mich stimmt es sogar etwas traurig das Obama dafür in Erinnerung bleiben wird das er der erste schwarze Präsident war und nicht für seine Leistungen oder Taten. Hautfarbe bestimmt nicht wer wir sind oder was wir erreichen können und er ist natürlich auch ein starkes Signal dafür. Allerdings stehe ich hinter dem was Morgan Freeman einmal sagte ein Anfang dafür das Rassismus aufhört zu bestehen ist wenn Leute aufhören ihn als Schwarzen zu bezeichnen und zu sehen und er aufhört andere als Weiße zu sehen und anzusprechen oder wie Bruce Lee sagte als man ihn fragte ob er sich mehr als Amerikaner oder Chinese sieht er sieht sich als Mensch. 


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#5 Luna_Katze

Luna_Katze

    Digi Ritter

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Geschrieben 8. November 2016 - 10:20

Ich muss persönlich sagen mich stimmt es sogar etwas traurig das Obama dafür in Erinnerung bleiben wird das er der erste schwarze Präsident war und nicht für seine Leistungen oder Taten. Hautfarbe bestimmt nicht wer wir sind oder was wir erreichen können und er ist natürlich auch ein starkes Signal dafür. Allerdings stehe ich hinter dem was Morgan Freeman einmal sagte ein Anfang dafür das Rassismus aufhört zu bestehen ist wenn Leute aufhören ihn als Schwarzen zu bezeichnen und zu sehen und er aufhört andere als Weiße zu sehen und anzusprechen oder wie Bruce Lee sagte als man ihn fragte ob er sich mehr als Amerikaner oder Chinese sieht er sieht sich als Mensch.

Damit gebe ich dir grundsätzlich recht. Ich vertrete auch immer die Meinung dass "positive Diskriminierung" genauso eine Form der Diskriminierung ist. Und in der idealen Welt sollte natürlich weder Hautfarbe noch Geschlecht noch Religion noch sonst was überhaupt thematisiert werden müssen.

Auch dem anderen Beitrag muss man natürlich zustimmen. Trotzdem finde ich es beachtlich wie "schnell" dann letzten Endes Fortschritte für die schwarze Bevölkerung gemacht wurden. Die waren fast über Jahrtausende ohne Rechte und dann plötzlich schaffte man es innerhalb von 70 Jahren (das ist ein durchschnittliches Menschenleben) doch über weite Teile Gleichberechtigung zu erzielen. Natürlich darf man sich nie mit dem Ist-Zustand zufrieden geben, aber man muss auch nicht alles schlecht reden, denn die Fortschritte waren enorm. Der Film "Der Butler" hat das recht schon verdeutlicht. Am Anfang seines Lebens würde der Vater des Protagonisten einfach so erschossen, ohne jegliche Rechte. Und am Ende seines Lebens jubelt er einem Präsidenten mit schwarzer Hautfarbe zu.

Was ich noch anmerken möchte ist: Nicht die Unterschiede und das Bemerken der Unterschiede zwischen uns Menschen ist das tragische, sondern die Schlüsse die daraus gezogen wurden und werden.

Ich persönlich finde es nicht diskriminierend zu sagen: "der hat schwarze Haut" denn es ist für mich das gleiche wie zu sagen "der hat lange Haare" oder "der hat eine Glatze" oder "der ist 2 Meter groß" oder "der hat eine Brille"...

Unterschiede sind ja eigentlich etwas schönes. In der Tierwelt werden Unterschiede sogar als etwas Bedeutendes und Schützenswertes betrachtet.

Schlimm ist nur, wenn sich die Unterschiede auf das Verhalten der Menschen auswirken und man aufgrund des Unterschieds anders behandelt wird.

Wobei ich auch hier sagen muss, dass ich da Aussehen und Geschlecht ein wenig differenziere. Das klingt im ersten Moment ein wenig sexistisch, ist aber überhaupt nicht so gemeint. Aber zwischen einem schwarzen Mann und einem weißen Mann oder zwischen einem mit vielen Haaren und einem mit wenigen Haaren ist normalerweise kein Unterschied. Also Unterschied schon, denn jedes Individuum ist anders und hat seine Eigenheiten, aber es handelt sich um keinen Unterschied den man Verallgemeinern kann. Zwischen einem Mann und einer Frau in der Regel aber schon. So rein biologisch betrachtet. Was jetzt aber keine Wertung ist. Ich betrachte weder Männer noch Frauen als "wertvoller" als das andere Geschlech. Aber ein gewisser differenzierter Umgang ist meines Erachtens keine Diskriminierung, sondern Teil unserer Natur. Männliche und weibliche Wesen sind doch in gewisser Weise unterschiedlich, in der Tierwelt haben die Geschlechter teilweise sogar gänzlich verschiedene "Aufgaben".

Dieser Beitrag wurde von Luna_Katze bearbeitet: 8. November 2016 - 10:28


#6 Edo

Edo

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Geschrieben 8. November 2016 - 12:57

Innerhalb unserer Spezies ist es ja auch noch immer sichtbar. Auch wenn es natürlich immer diese Ausnahmen gibt nehmen Männer meistens gefährlichere und auch riskantere Arbeiten an als die meisten Frauen. Es gibt einfach Dinge in der Natur die in unseren fundamentalen biologischen Funktionen verankert sind gegen die niemand etwas tun kann. Männer sind allgemein stärker dafür leben Frauen viel länger. Geschlecht und Sexualität waren immer sehr sensitive Punkte in der Gesellschaft allerdings das was derzeit teilweise abläuft verstehe ich nicht. Damit meine ich nicht Dinge wie Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern oder Adoptionsrechte etc. etc. sondern diese unnötigen Dinge wie 36 verschiedene Geschlechter die neuen Wörter die erfunden werden um diese Geschlechter anzusprechen und vor allem wenn sich Leute dann aufregen wenn Leute nicht mit den richtigen Pronomen angesprochen werden. Ich kann so etwas einfach nicht ernst nehmen LGBT Menschen haben so viele echte Probleme die angegangen werden sollten und werden durch solchen Schwachsinn verwässert. Mit Schwarzen in Amerika ist es so eine Sache einerseits sollte man etwas gegen die Polizeigewalt unternehmen bzw. gegen die Grundprobleme großer Schichten der schwarzen Bevölkerung andererseits verdamme ich auch Ausschreitungen wie in Ferguson wo die Aufstände hauptsächlich nur noch mehr Schaden anrichteten.  


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#7 Luna_Katze

Luna_Katze

    Digi Ritter

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Geschrieben 17. November 2016 - 10:39

Themenwechsel:

Was haltet ihr von Vergleichen?
Konkret meine ich damit, wenn man seine Meinung mit einem bewusst übertrieben und weit hergeholten Bild verdeutlichen möchte.

Ich mach das nämlich ganz gerne. Immer wenn ich das Gefühl habe nicht verstanden zu werden spreche ich in "Bildersprache" und verwende einen bewusst überzeichneten Vergleich. Man könnte fast sagen, so wie Jesus mit seinen Gleichnissen. :P

Meist darf ich mir dann so blöde Antworten anhören wie "der Vergleich hinkt" oder "Äpfel und Birnen" oder das Totschlagargument schlechthin "das kann man doch bitte nicht vergleichen".

Ehm, doch, kann man. Finde ich. Dazu sind die Vergleiche ja da.

#8 Jororo

Jororo

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Geschrieben 17. November 2016 - 20:25

Vergleiche sind gut um Anderen Sachverhalte zu erklären die ihnen nicht so vertraut sind oder aber um Dinge ins Komische zu ziehen. Ein unerwarteter Vergleich der eine Sache echt gut trifft ist meiner Erfahrung nach immer für ein paar Lacher gut.

 

Ein Vergleich hinkt meiner Meinung nach erst, wenn er so weit hergeholt ist, dass man den Zusammenhang zwischen dem angesprochenen Thema und dem Vergleich nicht mehr herstellen kann.

Oft ist es auch Geschmackssache ob einem ein Vergleich gefällt oder nicht. Dass dir also die Leute öfter mal sagen deine Vergleiche sind unpassend könnte also einfach nur daran liegen. Oder aber du bist einfach anders gestrickt und siehst Zusammenhänge wo Andere keine sehen.

 

Ich persönlich bin ja eher der Typ der in Gesprächen gerne mal Übertreibungen einbaut bzw. Sarkasmus einsetzt. Die Art von Humor kommt nur leider nicht überall gut an, daher weiche ich auch öfter mal auf Vergleiche aus.



#9 Kuyogon

Kuyogon

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Geschrieben 10. January 2017 - 17:23

Woher kommt unser Universum?

Das unser Universum beschleunigt expandiert wurde bereits bewiesen, aber dennoch sind viele Fragen um die Entstehung des Universums im Unklaren.

Die gängigste und Theorie spricht vom Urknall der nach Berechnungen vor ca 14 Mrd Jahren stattgefunden hat. Erst mit diesem sind Zeit und Raum entstanden.

Es ist schwer vorstellbar, dass es vorher gar nichts gegeben hat, denn wie kann aus Nichts soviel entstehen? Und was hätte denn den Urknall veranlasst?

Es ist auch schwer vorzustellen, dass es bereits vorher etwas gegeben hat, denn wie kann es denn ohne Zeit und Raum etwas geben?

Was meint ihr dazu?

#10 arti

arti

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Geschrieben 27. January 2017 - 20:50

Das mit dem Universum ist eine komplizierte Frage, ich sehe das Problem im Grunde da wo du deine Frage auch stellst, unabhängig davon was wirklich geschah, wo kommt alles her?


Nehmen wir mal an es gab nichts, also stellt sich die Frage wo kam alles her?

Nehmen wir an es gab ein Übernatürliches Wesen, wo kommt das her? ^^

 

Nehmen wir an es gab nen Riesigen Stein der alle Elemente die es im Universum gibt und mitunter bis heute nicht alle bekannt sind (wir kennen ja nur das was auch auf der Erde bzw. dessen Umgebung vorkommt, respektive generiert werden kann), vereint hat, der dann in nem Urknall das  Universum mit den Gesetzen die wir heute kennen geschaffen hat, auch hier wieder wo kommt der Stein her ^^

 

Vielleicht aber funktioniert es ähnlich wie das Leben selbst, wenn wir uns in der Natur so umsehen, basieren die Dinge im Grunde genommen immer auf einem recht ähnlichen Grundprinzip, was wenn das auch auf das Universum zutrifft?
Auch die Gegenstände im Universum sind Endlich, heißt Sonnen verglühen, Schwarze Löcher kommen und vergehen usw.
 

Man geht von einem Urknall aus, wenn man der Theorie folgt, was wäre wenn das ganze gar kein Urknall war, was wäre wenn es vor unserem Universum bereits ein anderes gab? Was wäre wenn es da ein Schwarzes Loch gab das irgendwann so eine Dimension hatte das quasi die Expansion gestoppt wurde und alles quasi ineinander fiel, das  Schwarze  Loch aber die Kapazität nicht mehr annehmen/halten konnte und in dem sogenannten Urknall  alles von vorne begann?

Womit sich die Frage stellen würde, wie lange (ewig?) läuft das ganze schon?

 

Gruß

Artemis



#11 Cardgamer_Tobi

Cardgamer_Tobi

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Geschrieben 29. January 2017 - 02:29

Hallo Leute,

ich weiß, das Thema ist sehr allgemein gehalten, aber manchmal überkommt es mich und ich möchte meine Gedanken einfach niederschreiben. Vielleicht möchte ja jemand mit mir gemeinsam über Dinge die einen beschäftigen philosophieren.

Philosophieren bedeutet für mich, den Gedanken einfach freien Lauf lassen, ohne irgendwelche bösen Hintergedanken und ohne andere dabei Beleidigen oder Diffamieren zu wollen. Also Gedanken zu äußern, ohne dabei den Anspruch zu haben die "Wahrheit" zu sagen, oder eine "richtige" Meinung zu vertreten. Ruhig auch mal heikle Themen anzusprechen.

Viele können sich darunter vermutlich noch nichts vorstellen, aber ihr werdet mit der Zeit schon sehen was ich meine.

Hallo erstmal. Ich habe mich erst vor kurzem hier registriert.

Meiner Meinung nach, kann man Philosophie meistens als eine freie Wissensquelle bezeichnen. Da gebe ich dir recht.

Wissen bietet allerdings keinen Schutz. Es warnt uns nur.

Außerdem stirbt die Philosophie, sobald man aufhört anderen zu zuhören. Sobald es soweit kommt, verkrampft man sich meistens auf seine eigenen Gedanken.

Man kann dort niemals auslernen, aber es gibt das letzte Wissen.  :wink:

Was fragt sich der Gelehrte, der alles Wissen das jemals existiert hat, erlangt hat?

Was ist wertvoller als jeder Funken an Wissen? Meine Antwort ist einfach zu leben.  :biggrin:


Dieser Beitrag wurde von Cardgamer_Tobi bearbeitet: 29. January 2017 - 21:20

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#12 Cardgamer_Tobi

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Geschrieben 29. January 2017 - 02:39

Themenwechsel:

Was haltet ihr von Vergleichen?
Konkret meine ich damit, wenn man seine Meinung mit einem bewusst übertrieben und weit hergeholten Bild verdeutlichen möchte.

Ich mach das nämlich ganz gerne. Immer wenn ich das Gefühl habe nicht verstanden zu werden spreche ich in "Bildersprache" und verwende einen bewusst überzeichneten Vergleich. Man könnte fast sagen, so wie Jesus mit seinen Gleichnissen. :P

Meist darf ich mir dann so blöde Antworten anhören wie "der Vergleich hinkt" oder "Äpfel und Birnen" oder das Totschlagargument schlechthin "das kann man doch bitte nicht vergleichen".

Ehm, doch, kann man. Finde ich. Dazu sind die Vergleiche ja da.

Kenn ich nur zu gut aus meiner eigenen Vergangenheit.

Zum Beispiel kann man Gefühle kaum bis gar nicht erklären. Das sollte auch so bleiben meiner Meinung nach. ;-)

Hätte auch eine Theorie, die man gut als Vergleich nutzen kann.

Die Realität ist eine Zwiebel.

Es gibt viele Schichten, in denen man nur bis zu einer gewissen Schicht weit "sehen" kann.

Außerdem schaut jeder Mensch auf dieses dreidimensionale Objekt, aus einem anderen Winkel drauf.

Das wäre mein Theorie zur Realität, die ich mit anderen philosophieren/vergleichen kann.  :wink:


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#13 Cardgamer_Tobi

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Geschrieben 7. February 2017 - 03:58

Hm. Ich finds schade, dass niemand auf meine Nachrichten antwortet. Ich schreibe so etwas ja nicht umsonst hin.

Hab gedacht, dass zumindest eine Person noch antwortet. Wie ich ja geschrieben habe, finde ich zum Beispiel Kommunikation ziemlich wichtig, um seine eigene Philosophie bedenken zu können. ;->

Würde mich also dieses mal freuen, wenn jemand noch seinen Senf dazu geben würde. xD


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#14 Kuyogon

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Geschrieben 7. February 2017 - 23:37

Wenn von Realität gesprochen wird, ist meiner Meinung nach stets darauf zu achten, dass es nicht die "eine Realität" gibt, sondern diese stark im Zusammenhang mit der persönlichen Wahrnehmung steht. Da jeder die Umwelt anders wahrnimmt und andere Erfahrungen hat, kann man Realität mit so was in der Art wie einen trüben Teich vergleichen. Es gibt wenige klare Fakten wie die Anzahl der Fische oder der Temperatur des Wassers oder der Höhe des Wasserstands zu einem bestimmten Zeitpunkt, allerdings sieht jeder der den Teich ansieht etwas anderes und jeder sieht nur einen ganz kleinen Teil des Ganzen.

Das mit der Zwiebel und Schichten ist ein guter Ansatz, nur sieht jeder diese nicht nur aus einem anderen Winkel sondern auch Teile aus diesem Winkel nicht, die eigentlich sichtbar sein müssten und Teile die man aus diesem Winkel eigentlich nicht sehen dürfte, also wäre sie meiner Meinung nach mit einer Art Rorschachmuster kombiniert, das jeder diese auch anders wahrnimmt.

#15 Cardgamer_Tobi

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Geschrieben 12. February 2017 - 03:44

Wenn von Realität gesprochen wird, ist meiner Meinung nach stets darauf zu achten, dass es nicht die "eine Realität" gibt, sondern diese stark im Zusammenhang mit der persönlichen Wahrnehmung steht. Da jeder die Umwelt anders wahrnimmt und andere Erfahrungen hat, kann man Realität mit so was in der Art wie einen trüben Teich vergleichen. Es gibt wenige klare Fakten wie die Anzahl der Fische oder der Temperatur des Wassers oder der Höhe des Wasserstands zu einem bestimmten Zeitpunkt, allerdings sieht jeder der den Teich ansieht etwas anderes und jeder sieht nur einen ganz kleinen Teil des Ganzen.

Das mit der Zwiebel und Schichten ist ein guter Ansatz, nur sieht jeder diese nicht nur aus einem anderen Winkel sondern auch Teile aus diesem Winkel nicht, die eigentlich sichtbar sein müssten und Teile die man aus diesem Winkel eigentlich nicht sehen dürfte, also wäre sie meiner Meinung nach mit einer Art Rorschachmuster kombiniert, das jeder diese auch anders wahrnimmt.

Diese Theorie ist meiner Meinung nach richtig.

Es gibt ja verschiedene Behinderungen wie z.B. die Blindheit, was einen schonmal einen Teil der Realität verwehrt. Man kann dann nur hoffen, dass diese Person sich zumindest noch vorstellen

 kann, wie es ist zu sehen. :-<

Dann gäbe es da auch z.B. eine spezielle Form von Autismus, was einen auch das Sprechen vom Geist aus nicht erlaubt. Die Sache mit dem Geist und der Realität ist meistens die Verbindung zu einander. Nur weil man eine Sache an sich hat, die einen aufhält, bedeutet das auch nicht, dass man so auch in sich selbst in Wirklichkeit ist.

Zumindest kann man sich ja selbst entscheiden, wer man im Geiste ist. ^^

Naja. Manchmal ist man auch nun mal an seine Gefühle gebunden und kann auch nicht anders handeln, als es das eigene Herz doch verlangt. ;-D


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#16 Kuyogon

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Geschrieben 12. February 2017 - 23:25

Ich bin zwar kein Experte auf dem Gebiet aber ich denke das hängt davon ab ob die Blindheit von Geburt an besteht. Ist eine Person von Geburt an blind, so halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass sie sich vorstellen kann wie es ist zu sehen.
Diese Person wird die Umwelt auch ganz anders wahrnehmen, dafür muss sie sich aber auch nicht vorstellen können wie es ist zu sehen, sondern setzt eben andere Sinne dafür ein.

Ist eine Person blind geworden, wird sie es sich bestimmt vorstellen können, aber was es ihr bringen soll ist mir unklar.

Sonst teile ich deine Meinung und es gefällt mir ganz gut wie du das beschrieben hast.

#17 Cardgamer_Tobi

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Geschrieben 13. February 2017 - 03:54

Ich bin zwar kein Experte auf dem Gebiet aber ich denke das hängt davon ab ob die Blindheit von Geburt an besteht. Ist eine Person von Geburt an blind, so halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass sie sich vorstellen kann wie es ist zu sehen.
Diese Person wird die Umwelt auch ganz anders wahrnehmen, dafür muss sie sich aber auch nicht vorstellen können wie es ist zu sehen, sondern setzt eben andere Sinne dafür ein.

Ist eine Person blind geworden, wird sie es sich bestimmt vorstellen können, aber was es ihr bringen soll ist mir unklar.

Sonst teile ich deine Meinung und es gefällt mir ganz gut wie du das beschrieben hast.

Das mit der verlorenen Sicht, ist wie als würde mein Arm ab amputiert werden.

Jedes Körperteil und jeder meiner Sinne, ist meiner Meinung nach wie Gut und Böse in meinem Geist.

Es ist egal, ob man es verkraften kann. Am Ende wird ein Puzzleteil von seinem eigenen Bild fehlen.

Wär ja dann schön, wenn man sich durch seiner Vorstellung davon und mit Hilfe von seinem eigenen Geist noch davon trösten könnte. :-> Das ist meine Wertschätzung davon.

 

Man kann außerdem immer noch Hoffen und Glauben. Ein Mensch sollte die vollen Freuden des Lebens kennenlernen. ^^

Deswegen wär es doch toll, wenn ein von Geburt an blinder Mensch, sich es zumindest noch irgendwie vorstellen könnte zu sehen.

Ich kann zumindest froh sein, dass ich komplett normal geboren wurde. Man sollte ja nicht immer alles für selbstverständlich halten. ;-(

Oh und danke für das Mitphilosophieren. Wollt schon aufhören ab und zu mal hier rein zu schauen. :-D


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#18 Kuyogon

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Geschrieben 16. February 2017 - 00:56

Ich teile deine Meinung, dass jemand, der einen Teil seiner selbst verliert sich vielleicht dann nicht mehr vollständig fühlt, da er Dinge dann anders wahrnimmt wie früher, also wird er auch seine Erfahrungen dann anders machen.

Für jemanden der von Geburt an seine Umwelt so wahrnimmt, dem wird das wahrscheinlich auch nicht fehlen, da er es nie anders kennen gelernt hat. Wäre zum Beispiel das Handy nie erfunden worden, würde es heute auch niemandem fehlen, da es niemand anders kennen würde. Auch wenn es heute bei vielen Leuten ein wichtiger “Teil” von einem ist. Kann man also ohne Handy die Welt auch nicht mehr in vollen Zügen genießen und erleben? Dann fehlt einem ja auch etwas was einem viele Erfahrungen nicht ermöglicht?

Nur weil man sich von anderen unterscheidet, kann man doch trotzdem sein Leben in vollen Zügen genießen, auch wenn es anders aussieht als bei anderen.

Dir auch danke - ist interessant mit dir zu philosophieren!

#19 Luna_Katze

Luna_Katze

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Geschrieben 16. February 2017 - 13:07

Schön dass mein Thema manche inspiriert :)

Möchte trotzdem das Thema kurz wechseln und über Hobbies sprechen. Aber nicht einfach nur über Hobbies sondern darüber, was für euch ein gutes Hobby ausmacht. Ich selbst spiele Tischtennis und es fällt mir immer recht schwer die Mitmenschen in meinem näheren und feineren Umfeld dazu zu begeistern ebenfalls mit Tischtennis anzufangen. Fast jeder Mensch hat ein Hobby und natürlich ist die Antwort aller Antworten "es muss einfach Spaß machen"
Aber Spaß alleine ist es nicht bzw. ist Spaß ja auch von gewissen Komponenten abhängig. Welche Komponenten sind das bei euch?

Ich kann versuchen es für mich zu erklären:
-) Spaß an der Bewegung
-) Freude am Kontakt mit Mitspielern, der Interaktion, dem Teamverhalten
-) Herausforderung besser zu werden
-) Freude an Wettkampf, Wettstreit
-) Tischtennis ist vielseitig, vielschichtig, selten monoton.
-) kostengünstig und man braucht nicht viel (Tisch, Schläger, Ball, Netz, Gegner)
-) ist auch im hohem Alter oder bei mäßiger Fitness noch spielbar
-) Ich persönlich liebe Statistiken, rechne mir head-to-head-Bilanzen aus.

Was mich an Tischtennis stört:
-) lässt sich im Freien nicht so gut spielen (Wind und Sonne sind störend)
-) kaum Mädls
-) es ist mühsam seinen Idolen zuzusehen (kaum TV-Übertragungen, generell wenig Medienecho)

Dieser Beitrag wurde von Luna_Katze bearbeitet: 16. February 2017 - 13:10


#20 Cardgamer_Tobi

Cardgamer_Tobi

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Geschrieben 17. February 2017 - 03:14

Ich teile deine Meinung, dass jemand, der einen Teil seiner selbst verliert sich vielleicht dann nicht mehr vollständig fühlt, da er Dinge dann anders wahrnimmt wie früher, also wird er auch seine Erfahrungen dann anders machen.

Für jemanden der von Geburt an seine Umwelt so wahrnimmt, dem wird das wahrscheinlich auch nicht fehlen, da er es nie anders kennen gelernt hat. Wäre zum Beispiel das Handy nie erfunden worden, würde es heute auch niemandem fehlen, da es niemand anders kennen würde. Auch wenn es heute bei vielen Leuten ein wichtiger “Teil” von einem ist. Kann man also ohne Handy die Welt auch nicht mehr in vollen Zügen genießen und erleben? Dann fehlt einem ja auch etwas was einem viele Erfahrungen nicht ermöglicht?

Nur weil man sich von anderen unterscheidet, kann man doch trotzdem sein Leben in vollen Zügen genießen, auch wenn es anders aussieht als bei anderen.

Dir auch danke - ist interessant mit dir zu philosophieren!

Achtung. Das kann ein SPOILER zu One Piece sein!

Hab sogar noch ein richtig gutes Zitat von dem Marine Admiral Fujitora aus One Piece. Das dachte er sich als die Stadtbewohner, Ruffy und seinen Kameraden bei ihrer Flucht halfen.

"Ich schätze, jeder hier will dir helfen. Was für eine Person bist du wirklich?

Welche Farbe hat dein Haar? Wie ist die Form deiner Augen? Wie siehst du aus? 

Ich wünschte, ich hätte mich nicht selbst geblendet.

Ich möchte dein Gesicht sehen. Ich wette, du siehst nett aus."

Ist zwar etwas lang für ein Zitat, aber das waren seine Gedanken. ^^

 

Ein Handy kann man auch nicht mit z.B. einen Arm vergleichen. ;->

Allerdings verstehe ich was du meinst. Was man nie kannte, bedeutet einen auch nichts.

Eins könntest du aber noch vergessen haben.

Menschen sind halt auch neidisch, haben Träume und sind nicht immer einfach nur zufrieden. :-D


Dieser Beitrag wurde von Cardgamer_Tobi bearbeitet: 17. February 2017 - 03:35

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