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Die Leiden des jungen Staatsbürgers


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11 replies to this topic

#1 Lufaxo

Lufaxo

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Geschrieben 8. February 2017 - 22:17

Hallihallo,

mich würde mal grundsätzlich so interessieren, welche Erfahrungen ihr so mit dem GWD gemacht habt ^^ Habt ihr GWD oder Zivildienst geleistet? Was haltet ihr von der aktuellen Gesetzeslage und was von einem Berufsheer?

Ich bin derzeit selber ein Rekrut und leiste jetzt meinen Dienst an der Republik ab. Ich werde sicher auch noch auf die Fragen, die ich hier stelle antworten, derzeit ist dies aufgrund meines Dienstplanes nicht möglich ;) Ich werde mich aber bald dazu melden, keine Sorge :)

Natürlich dürft ihr auch Anekdoten o.ä. aus dem Dienst erzählen, aber bitte erwähnt keine Details, welche ihr gemäß ADV nicht dürft, bzw. haltet diese auch ein. :)

Ihr dürft hier auch beginnen zu philosophieren und politisch höchst brisante Diskussionen zu führen.

Natürlich dürfen sich auch
1) Nicht-Österreicher
2) Frauen/LGBT
3) < 18 Jahre
daran beteiligen.

Was wohl mein Kriminalkoeffizient wäre?


#2 Kuyogon

Kuyogon

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Geschrieben 8. February 2017 - 23:42

Für einen neutralen Staat in einem gemeinsamen Europa finde ich persönlich ein Berufsheer vielleicht sogar in Form einer gemeinsamen europäischen Kooperation unter einem Namen zur Verteidigung ganz Europas als sehr sinnvoll. Warum Berufssoldaten? Diese sind Experten auf ihrem Gebiet und daher viel besser ausgebildet und trainiert.

Was für mich für den GWD spricht ist, dass wir dieses System aktuell haben und nicht umstellen wollen sowie die Volksabstimmung die dieses System unterstützt hat.

#3 Nagawa

Nagawa

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Geschrieben 10. February 2017 - 04:01

Ich persönlich halte den GWD für eine wichtige Sache. Man hat Anekdoten welche man erzählen kann, lernt viele neue Leute kennen, verleibt sich brauchbares neues Wissen ein, meistens zumindest....

 

Ich selbst war beim Bundesheer im Fernmeldezug tätig. Größtenteils haben wir damals noch Leitungsabhängige Kommunikation zwischen den Gefächtsständen aufgebaut. Hatten auch viel mit Funk, Verschlüsselung und Dekodierung von wichtigen Funksprüchen, und natürlich auch mit der Fermittlung zu tun. Wachdienst ham wir sowieso gemacht, das schon lieber als den Chargen.

 

In den ersten Wochen ist halt viel Marschieren,Salutieren, packen, putzen..... <--- also die sprichwörtliche sch**** Drillzeit. Aber dann war es bei uns Fernmeldern eher stressig beim lernen. Hatten dort nur einmal in 5 Monaten Spintkontrolle - Sauhaufen drinn - dann hat des schon gepasst.

 

Ja das mit der Geheimhaltungspflicht, das kenne ich zur Genüge, da wir eine hohe Sicherheitsstufe hatten, und diese uns auch recht gerne wieder in Erinnerung gerufen wurde. <--- Wir hatten halt diesbezüglich eine Woche Schulung. Und deswegen sehe ich dich schon fragen, "Warum veratest du deine Ausbildung?" Antwort: Ich bin schon aus dem aktiven Dienst, und aus dem Reservekader ausgeschieden. Was damals bei uns strengstens geheim war, ist heute durch die Digitaltechnik Pipifax.

 

Also ich würde selbst es weiterhin unterstützen, den GWD nicht abzuschaffen, weil man dort selbst heute noch viel für das Leben oder Überleben lernen kann.  a035.gif


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#4 Strange_B

Strange_B

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Geschrieben 10. February 2017 - 11:25

Für mich war der GWD nicht wirklich interessant. Schuhe putzen musste ich davor schon machen, Bett machen ebenso (gibt ja Leute denen wird das alles von den Eltern erledigt und sie selbst müssen kaum etwas machen). Ich bin Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, somit waren Teamgeist, Freundschaft und Zusammenhalt auch keine Fremdwörter für mich. Aufgrund der Erzählungen von freunden konnte ich beim GWD also nicht wirklich was neues lernen das ich im späteren leben auch brauche.

Vom Inhalt her war also der Zivildienst interessanter - wenn ich bei den Rettungsfahrern dabei sein konnte, Patienten in Spitälern herumfahren war dann auch nix berauschendes. Dauert zwar 3 Monate länger, dafür bekommt man aber auch mehr Geld. 2 Jahre bevor ich GWD oder Zivi absolvieren musste hat ne Rettungsstation in der Nähe eröffnet, somit war die Entscheidung ob GWD oder Zivi recht einfach. Hab bei der zuständigen Stelle angerufen, gefragt ob ich fix als Rettungssanitäter eingeteilt werden in der Station und als die mir eine Schriftliche zusage geschickt haben, hab ich mich als Zivi gemeldet. Sonst wärs der GWD für mich geworden.


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#5 Lufaxo

Lufaxo

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Geschrieben 11. February 2017 - 19:35

Für mich ist jetzt die erste Woche um und ich bin gestern kurz vor Mitternacht in meiner Heimatstadt angekommen.
Ich denke, dass ich mich mit meiner Meinung noch ein wenig zurückhalte, bis zumindest mal der GWD vorbei ist und ich im geregelten Dienst bin :)
Dennoch so viel: Es ist doch eine Umstellung für mich :D
 
Grundsätzlich stimmt es aber, dass man hier sehr viel selbstständig macht/lernt. Ich denke sogar, dass man gewisse Skills, die man vor allem während dem GWD »lernt«, eigentlich jeder, also auch Zivildiener, können sollte. Was mich natürlich stört ist, dass ich wegen dem 6-monatigen Präsenzdient erst ein Jahr später an der Universität beginnen kann. :/
 
Ich wollte anfangs ja eigentlich Zivildienst machen, habe mich dann aber doch für das ÖBH entschieden, da mir dort ein Platz zugesichert wurde und es sich mit der Uni so perfekt ausgeht.
 
@Nagawa
hattest du deinen GWD "zufällig" in einem anderen Bundesland als deinem damaligen ordentlichen Wohnsitz (gemäß ZMR)? :3 
Ich hab ja die ADV in meiner Uniformtasche und mir wurde gesagt, dass das sehr ernst genommen wird, deshalb dachte ich mal, ich erwähns, bevor irgendjemand gleich seine ganzen Daten enthüllt und die Streife vor der Tür steht ^^
 
@Kuyogon
Weil du das gemeinsame Europa erwähnst, vielleicht noch ein interessanter Fakt, wie das in anderen EU-Ländern aussieht:
"21 der 27* EU-Staaten setzen mittlerweile auf ein Berufsheer."
* mittlerweile 28

Was wohl mein Kriminalkoeffizient wäre?


#6 arti

arti

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Geschrieben 11. February 2017 - 23:13

Für mich persönlich war das Heer nie eine Option, bei der Musterung war ich auch untauglich, womit sich das ganze eh erledigt hatte, wäre ich tauglich gewesen wäre ich Zivildienst gegangen.

 

Vom GWD bin ich auch so nicht sonderlich begeistert, es gibt leider durchaus Abteilungen wo die Leute nur rumstehen und drauf warten das sie ne Aufgabe bekommen, es ist nicht deren Schuld, aber wenn das Heer die Leute nicht braucht sollen sie diese zum Zivildienst schicken.

 

Ansonsten kann ich dazu nicht viel sagen.

 

Zum Berufsheer, ich denke das ist inzwischen durchaus eine Option zumal das Heer ja nicht nur mehr zur Verteidigung sondern auch für andere Zwecke genutzt wird. Diese sind auch im Ausland immer wieder vorzufinden (ich sag mal der Tsunami vor einigen Jahren der zu Weihnachten war als Beispiel) wo man sowas dann durchaus auch einsetzen kann und als Neutrales Land sicherlich ein Weg der diesem gerecht wird.

 

 

Zum GWD nochmal, ich bin da der Meinung das man allgemein eine Verpflichtung zum Sozialdienst einrichten sollte, so das unabhängig vom Geschlecht jeder mal für die Gesellschaft etwas tut, mitunter lassen sich so auch die Kosten in diversen Bereichen etwas senken und gleichzeitig den Menschen die Option einen Sozialen Beruf zu ergreifen etwas näher bringen.

 

Gruß

Artemis



#7 Lufaxo

Lufaxo

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Geschrieben 13. February 2017 - 20:12

Gibt es hier zufällig jemanden, der auch gerade seinen GWD ableistet? ^^

Was wohl mein Kriminalkoeffizient wäre?


#8 Nagawa

Nagawa

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Geschrieben 16. February 2017 - 12:47

@Nagawa
hattest du deinen GWD "zufällig" in einem anderen Bundesland als deinem damaligen ordentlichen Wohnsitz (gemäß ZMR)? :3 
Ich hab ja die ADV in meiner Uniformtasche und mir wurde gesagt, dass das sehr ernst genommen wird, deshalb dachte ich mal, ich erwähns, bevor irgendjemand gleich seine ganzen Daten enthüllt und die Streife vor der Tür steht ^^

Ja, war als Steirer in Kärnten.
So extrem, wie sie es sagen ist es ja nun auch wieder nicht. Es steht ja nicht hinter jeder Ecke oder am Nachbarstisch einer vom Nachrichtdienst.  a035.gif
Aber erzählen von den Arbeitsabläufen, bez. was in Deiner Kaserne so abgeht, solltest du dennoch nicht ist ja auch irgendwie verständlich. Haben ja beim Wachdienst auch nicht jedes ach so kleine Vergehen geahnted. Wenn das der OVT gewusst hätte, hätt es auch saures gegeben (5min zu spät eingerückt.... <--- wär auch ein Strafdienst gewesen)
Aber wo es ganz happig wird, über Ausrüstung zu plappern, Dienstpläne, Verlegungen..... <--- dann kanns schon sehr sehr happig werden.

 

Btw: ich hatte vor 20 Jahren meinen GWD. Seither hat sich mit Sicherheit nicht all zu viel verändert.


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#9 Vogi

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Geschrieben 20. February 2017 - 21:10

Also als ehenaliger Berufsoldat hab ich viele Dinge gelernt die man im Leben anwenden kann bzw übernehmen kann

Zur Frage GWD oder Berufsheer

Ich sehe das so es spricht vieles für GWD aber auch vieles fürs Berufsheer

Zu meiner zeit als Soldat ist die frage aufgetaucht

Und muss sagen das es schwierig ist zu beantworten von meiner seite her

#10 Vogi

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Geschrieben 20. February 2017 - 21:15

Also als ehenaliger Berufsoldat hab ich viele Dinge gelernt die man im Leben anwenden kann bzw übernehmen kann
Zur Frage GWD oder Berufsheer
Ich sehe das so es spricht vieles für GWD aber auch vieles fürs Berufsheer
Zu meiner zeit als Soldat ist die frage aufgetaucht
Und muss sagen das es schwierig ist zu beantworten von meiner seite her


Da das Bundesheer während der GWD des Rekruten in 6 monaten 1-2 Rekruten abwerben können und das ist verdammt wenig vin einer Kompanie von 100 mann
Das heisst ca 2-4 in einen jahr

#11 Cynder Aryan

Cynder Aryan

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Geschrieben 21. February 2017 - 18:46

Als Frau musste ich nie zum Bundesheer, was mich ehrlich gesagt freut, allerdings halte ich es für sexistisch. Ich wäre generell dafür, dass man entscheiden kann ob man zum Heer geht oder nicht, aber wenn Männer müssen sollten das Frauen auch. Gleichberechtigung bedeutet halt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Und man kann/könnte ja auch einfach Zivildienst machen, wenn das Heer wirklich nichts für einen ist.

 

Abgesehen davon, ich hatte eigentlich vor zu maturieren und danach beim Roten Kreuz mitzuarbeiten, so als FSJ oder so. Da ich jedoch auf eine Lehre umgestiegen bin, möchte ich nach meiner Lehrzeit dort freiwillig mithelfen, sofern die Umstände passen.



#12 PeteZahad

PeteZahad

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Geschrieben 30. July 2017 - 08:16

Ich habe mich damals für den Zivildienst entschieden, was auch eine sehr gute Entscheidung war.

 

Ich bin als Rettungssanitäter zum Roten Kreuz gegangen und entgegen meiner Erwartungen hat es mir dann so gut gefallen, dass ich danach ehrenamtlich geblieben bin.

Letztes Jahr habe ich zwar damit aufgehört, aber ich war immerhin 7 Jahre dabei und will die Zeit nicht missen.

 

So geht es auch nicht nur mir. Der Zivildienst ist für viele das Sprungbrett sich im sozialen Bereich weiter zu betätigen.

Als Beispiel, bei meiner Dienstestelle in Groß-Enzersdorf haben wir alle 3 Monate ca. 5 neue Zivis bekommen.

Durchschnittlich 2 davon machen ehrenamtlich weiter, was auch sehr wichtig ist, denn der Rettungsdienst ist nur mit dem Einsatz von Berufssanitätern, ohne Zivildiener und ehrenamtliche nicht möglich.

Es gibt einfach zu wenige Berufssanitäter und niemand ist bereit mehr Geld darin zu investieren.






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